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Energetische Bausanierung macht die Infrarotheizung auch in Altbauten zur Idealheizung ...
Wie in Wattbedarf und Stromkosten näher ausgeführt, macht es auf Dauer wenig Sinn, Dämmungsmängel durch Heizlast auszugleichen. Bezüglich Raumluftverbesserung und Schimmel-Vermeidung sind elektrische Infrarot-Heizelemente zwar auch dann noch die bessere Lösung, aber zum Nachteil einer hohen Wattleistung und eines großen Flächenbedarfs an Wand oder Decke zur Unterbringung der zur Erreichung der Wattzahl erforderlichen Infrarot-Heizpanele. Umgekehrt gilt: Je geringer der Heizbedarf durch energetische Altbausanierung wird, desto mehr wird die elektrische Wärmewellenheizung in jeder Beziehung zu einem Idealheizsystem: mit abnehmendem Watt- und Platzbedarf und damit mit sinkendem Energieverbrauch.

Durch Maßnahmen zur energetischen Altbausanierung kann der Heiz-Energiebedarf aufgrund des erreichten Technikstands heute um 50 bis 90% reduziert werden! Mit einem Rest-Heizbedarf von 10 bis 50 % nach energetischer Bausanierung werden elektrische Infrarotheizungen nicht nur bezüglich der Kosten für die Anschaffung, sondern auch hinsichtlich Energieverbrauch und Stromkosten wahrscheinlich wirtschaftlich und ökologisch unschlagbar. Ein Beispiel zur Erläuterung für Leser, die keine "Energieexperten" sind:

In Regionen, wo im Winter eine Tiefsttemperatur von 2 Grad Celsius nicht unterschritten wird, ist der Heizbedarf so gering, dass es in der Regel überhaupt gar keinen Sinn mehr macht, über eine Alternative zur elektrischen Infrarotheizung nachzudenken. Dies ist der Grund dafür, weshalb die Infrarot Stromheizung im Bereich Ferienhaus oder Ferienwohnung immer mehr zur bevorzugten Heizung geworden ist.

Durch technische Maßnahmen zur Maximierung der Energie-Effizienz wird im Rahmen einer Altbausanierung sozusagen nichts anderes getan, als in Innenräumen künstlich eine vergleichbare Wärmebedarfssituation wie in südlichen Ländern zu schaffen:

Optimal gedämmte Gebäude lassen die Eiseskälte von draußen nicht mehr in die Innenräume durchsickern bzw. die Innenwärme nicht mehr nach außen dringen (konsequente Vermeidung sogenannter Wärmebrücken). Dadurch schrumpft der Heizbedarf in der Heizperiode so, als ob man den Winter auf einer griechischen oder spanischen Insel verbringen würde.
Fassaden-Dämmung oder Innenraum-Wärmeschutz?
Es ist problemlos möglich, auch durch eine gezielte Innenraum-Dämmung eine Verbesserung der Energieeffizienz zu bewirken. Unbedingt erforderlich ist eine Bausanierung letztlich nur bei erheblichen Baumängeln bzw. tatsächlichen oder zu erwartenden Bauschäden. Bezüglich der Energiebilanz spielt es keine Rolle, wie der Abfluss von Wärme nach aussen unterbunden wird. Im Falle der Infrarotheizung kann eine innenseitige Dämmung von Aussenwänden sogar energetisch viel günstiger sein, sofern Materialien verwendet werden, welche die Infrarotwärme gut absorbieren und emittieren.

Fassadendämmung verrottet - innenraumseitiger Wärmeschutz nicht!
Mit aufwendiger Rundum-Fassadendämmung läßt sich vielmehr Umsatz erzielen als mit kostengünstigen und bedarfsabhängigen Wärmeschutzmaßnahmen in Innenräumen. Deshalb wurde und wird der Innenraum-Wärmeschutz oft schlecht geredet: Innenraum-Dämmung führe zur Schimmelbildung durch Feuchtigkeitsniederschlag und sogar zu Mauerschäden. Dazu kann man nur sagen: Aber auch nur, wenn sie absolut unprofessionell durchgeführt wurde und mit warmer Luft geheizt wird (Luft wärmer als Raumhüllenflächen). Andernfalls wäre jede mit Holz verkleidete Sauna (Infrarot-Wärme) eine ständige Schimmelhölle und Bauschadensgrube - und in Deutschland längst verboten.
Die Fakten sehen dagegen so aus: Eine Außendämmung von Häusern bedeutet, dass das Mauerwerk nicht mehr von der Sonne erwärmt werden kann, sondern nur noch durch Heizenergie! Die Fassade und die Dämm-Materialien werden dadurch extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt, wodurch sie im Laufe der Zeit verrotten und spätestens nach 20 Jahren erneuert werden müssen. Die Fassadendämmung ist daher für immer mehr Hausbesitzer zum wirtschaftlichen Alptraum geworden.
Das Mauerwerk ist eine riesige Solarzelle - mit viel Wärmespeicherkapazität, wenn es massiv genug ist. Es von außen zu dämmen, ist deshalb alles andere als energieeffizient. Dämmen muß man immer nur da, wo innen - tatsächlich feststellbar - zuviel künstlich erzeugte Wärme durch Außenwände nach draussen geleitet wird: Also innen - nicht draußen!
Das Konzept der Fassadendämmung beruht auf der kindlichen Vorstellung, dass Kälte von aussen nach innen eindringt (so empfinden wir es). Tatsächlich ist es aber so, dass Wärme zur Kälte zieht. Deshalb ist es besser, Außenwände die jeweils vorhandene Sonnenwärme aufnehmen zu lassen und die Innenraumwärme zielgenau vor einem Abzug in die Umgebungskälte zu schützen, wo ein Wärmeabgang nennenswert stattfindet.
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