Infrarot Elektroheizung / elektrische Infrarotheizung / Wärmewellenheizung / Marmorheizung: Wohltuende Wärme wie beim Kachelofen! Von Wärmemeister.de München.

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Infrarot Heizungen im Altbau: Mischkonzepte für bessere Raumluft, Schimmelvorbeugung und wirtschaftliche Sanierung

Zentralheizung/Fernwärme durch Infrarot Heizelemente ergänzen

Fenster als Wärmebrücke: Ausgleich durch aufsteigende Warmluft

 

Infrarot-Heizsysteme sind bei gut bis sehr gut gedämmten Bauten für eine Vollbeheizung viel platzsparender und kostengünstiger als andere Heizformen. Infrarotheizelemente können deshalb bei Neubau, Umbau, Anbau und Bausanierung sogar eine konkurrenzlose "Idealheizung" sein.

Infrarot-Heisysteme sind so denn auch im Rahmen der energetischen Altbausanierung eine wirtschaftlich besonders attraktive Option für den Ersatz veralteter Warmluftsheizanlagen. Zugleich ermöglichen sie energetische Teilsanierungen durch innenseitigen Aussenwand-Wärmeschutz einzelner Räume -, wobei die geringen Anschaffungskosten für die Wärmewellenpaneele den Wärmeschutz finanziell erleichtern.

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Bei schlechter Dämmung benötigt man in Altbauten jedoch zwangsläufig mehr Heizlast, um eine ausreichende Raumtemperatur im Winter sicherzustellen. Entsprechend sind für den ausschließlichen Einsatz von Infrarotheizsystemen  bei schlechter Dämmung pro Raum teilweise eine beachtliche Anzahl an Infrarotheizplatten zu erwerben und an Wänden oder der Decke anzubringen, um die erforderliche Wattleistung zu erreichen (siehe auch die Beiträge "Watt-Bedarf" und "Stromverbrauch"). Das kann für die Optik des Raumes ungünstig sein und erhöht die Anschaffungskosten. Trotzdem eröffnet der Einsatz von Infrarotheizsystemen im Altbau auch vor einer Bausanierung erhebliche Vorteile, was im folgenden näher ausgeführt wird.

Zur Abklärung des Sprachgebrauchs, wie er hier zwecks besserer Lesebarkeit verwendet wird: Mit "Altbau" sind Gebäude gemeint, die noch nicht nach dem heutigen Verständnis von "Energie-Effizienz" projektiert, errichtet oder saniert wurden. In diesem Sinne fällt auch ein modern aussehendes Wohnhaus oder Geschäftsgebäude, dass z.B. vor 30 Jahren gebaut wurde, ggf. unter den Terminus "Altbau".


Vor Bausanierung ist im Altbau ein Mischkonzept oft die beste Lösung!

Bei mangelnder Heizleistung: Kombination von Zentralheizkörper und Infrarotheizelement mit Standfuss

Bei hohem Wattbedarf ist bei Altbausanierungen das Kombinieren unterschiedlicher Heizarten oft die wirtschaftlichere und ästhetisch elegantere Lösung - sofern das bestehende zentrale Heizsystem noch funktioniert und eine grundlegende energetische Bausanierung (Dämmqualität der Bausubstanz) oder ein innenseitiger Aussenwand-Wärmeschutz nicht in Betracht gezogen werden soll oder kann.

Der Einsatz von Strahlungswärme verbessert die Dämmwirkung des Mauerwerkes, da dieses durch die Infrarotstrahlung trocken gehalten wird. Feuchtigkeit vergrößert dagegen den Wärmeabgang (Transmission). 

Bei konvektionellen Heizsystemen wird immer erst die Raumluft erwärmt - nicht die Raumhülle. Das führt vor allem im Winter dazu, dass schlecht gedämmte Wände ständig erheblich kälter als die Raumluft sind. Große Temperaturdifferenzen zwischen Raumluft und Raumhülle erzeugen an den Wänden Feuchtigkeitsniederschlag - und damit auch einen Nährboden für Schimmel.

Am effektivsten ist es, in Verbindung mit elektrischen Infrarotheizungen auch die vorhandene Zentralheizung für Infrarotwärme zu nutzen. Die Mehrkosten sind gering. Auf diese Möglichkeit gehen wir im folgenden nicht weiter ein, da sie in einem separaten Beitrag ausführlich beschrieben wird. Mehr Info


Schimmelvermeidung durch warme, trockene Wände

Schimmel an Wänden entsteht in der Regel, wenn die Luft wärmer als die Raumhülle ist, wodurch Feuchtigkeitsniederschlag an den Wänden erfolgt. Die Schimmelbildung wird durch Warmluftheizsysteme in schlecht gedämmten Räumen deshalb beständig gefördert. 

Im Gegensatz dazu erwärmt die Infrarotstrahlung in erster Linie das Raumgefäß. Da bei Wärmewellenstrahlung die Wände die Luft erwärmen, ist die Luft in Räumen mit ausreichender Wärmedämmung stets etwas kühler als die Raumhülle. Das unterbindet den Feuchtigkeitsniederschlag an den Wänden - und die dadurch ermöglichte Schimmelbildung. In unzureichend gedämmten Räumen kann die Temperaturdifferenz zwischen Raumluft und Wärmebrücken im Raumgefäß meist so verringert werden, dass ein problematischer Feuchtigkeitsniederschlag vermieden wird.  


Bedeutung von Warmluftsystemen an Fensterwärmebrücken

In Altbauten stellen im Winter insbesondere die Fensterflächen häufig unangenehme Kältezonen dar (Wärmebrücken). Heizkörper der Zentralheizung/Fernwärme befinden sich genau aus diesem Grund meist unter dem Fenster, wenn die Fensterfront bis zum Raumboden reicht, auch direkt vor dem Fenster. Da die Strahlen der Infrarotheizelemente von Fensterflächen reflektiert werden, kann es sinnvoll sein, die konvektionellen Heizkörper bei nicht ausreichend gedämmten Fenstern in geringem Maß weiter einzusetzen, um den von Fenstern bei kalten Aussentemperaturen ausgehenden Kältestrom zu erwärmen/auszugleichen.

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Gesunde Strahlungwärme für eine wohltemperierte Raumluft

Wenn man den Einsatz der Zentralheizanlage/Fernwärme darauf begrenzt, die Wärmebrücke Fenster auszugleichen, wird die von konvektionellen Heizkörpern erzeugte Luftbewegung so abgeschwächt, dass sie nur noch am bzw. überhalb des Fensters nennenswert aktiv ist. Der verbleibende Heizbedarf kann dann komplett durch elektrische Infrarotheizplatten abgedeckt werden. Durch ein solches Kombinieren von Infrarotheizstemen und konvektionellen Heizkörpern wird die Raumluft im Altbau erheblich verbessert.

Altbausanierung / Heizungssanierung: Bei schlecht gedämmte Altbaufenstern ist eine Kombination von Zentralheizsystem und Infrarotheizelementen eine gute Ausgleichslösung


Einfache, mischkonzeptgerechte Temperatursteuerung

Für ein solches Mischkonzept reicht es, die Thermostate an den Zentralheizkörpern auf einen Skalenwert zwischen 2 und 3 einzustellen. Über das Thermostat der Elektro Infrarotheizplatten kann dann die eigentliche Raumtemperatur gesteuert werden. Das Thermostat sollte in ca. 1,5 bis X Meter Abstand vom Temperaturregler der Heizkörper der zentralen Heizanlage plaziert werden.

Eine weitgehende Beschränkung des Warmluftstroms auf den Fensterbereich wird erzielt, wenn das am Heizkörper der Zentralheizanlage angebrachte Thermostat durch einen Temperaturregler mit externem Temperatur-Sensor ausgetauscht wird, welcher im oberen Bereich  des Fensters montiert wird. Der Heizkörper sorgt dann nur noch für einen Ausgleich der Fensterwärmebrücke.

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Zusätzliche Informationen über die Temperatur-Steuerung bei Mischkonzepten finden Sie im Beitrag "Thermostate"

Verteilung der Heizlast auf Zentralheizanlage und elektrische Marmorheizplatte. Foto: Wärmemeister.de München.


Mischkonzepte richten sich ganz nach den jeweiligen Wünschen und Möglichkeiten!

Mischkonzepte sind flexibel nach dem jeweiligen Heizbedarf pro Raum praktizierbar. So kann es zum Beispiel wünschenswert sein, die für die Infrarotwärme vorgesehene Wattleistung auf den durchschnittlichen Heizbedarf zu beschränken und bei extrem kalten Aussentemperaturen die Heizkörper der zentralen Heizanlage/Fernwärme mehr als nur zu Erwärmung der Fensterkältezonen zu nutzen. Der Vorteil speziell dieses Mischkonzeptes besteht darin, dass man erheblich weniger Platz für Infrarotheizpaneele benötigt. Außerdem kann so bei den Anschaffungskosten gespart werden. Die Stromkosten sind bei dieser Mischvariante leichter und besser kalkulierbar als wahrscheinlich in allen anderen Anwendungsfällen (siehe hierzu auch den Beitrag "Stromverbrauch").

Wer die von Heizkörpern einer Zentralheizanlage aufgewirbelte, trockene Raumluft als problemlos verträglich empfindet, kann aber auch genau umgekehrt vorgehen: Man überläßt die Hauptheizlast weiterhin der Zentralheizanlage und benutzt die Infrarot-Heizung nur, wenn die Zentralheizanlage den Raum oder Teile des Raums bei extrem kalten Aussentemperaturen nicht mehr ausreichend erwärmt.

Beispiel für Heizlastverteilung zwischen Zentralheizanlage und elektrischer Wärmewellenheizung


Warum Infrarotwärme elektrischen Ölradiatoren und 
Heizlüftern vorzuziehen ist ...

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In Altbauten mit zentraler Heizanlage werden üblicherweise elektrische Ölradiatoren und Heizventilatoren eingesetzt, wenn die Heizkörper des Zentralheizsystems bei tiefen Aussentemperaturen nicht ausreichen, um den Wärmebedarf zu decken. Außerdem werden elektrische Radiatoren und Heizventilatoren an kalten Tagen außerhalb der Heizperiode als Ausgleich der nicht zur Verfügung stehenden Zentralwärme genutzt.

Ähnliches gilt für Altbauten, in denen Nachtspeichersysteme eingesetzt werden. Dort helfen Ölradiatoren und Heizlüfter eine an sehr kalten Wintertagen nicht ausreichende Heizleistung von Nachtspeicheröfen zu überbrücken:

Denn gerade bei tiefen Außentemperaturen geschieht es immer wieder, dass der Nachtspeicher in Altbauten bereits am Spätnachmittag die im Schamott gespeicherte Wärme bereits verausgabt hat. Und wenn man den Nachtspeicher - in Erwartung warmer Außentemperaturen - am Vortag ausgeschaltet hatte, sitzt man ohne eine elektrisches Zusatzheizgerät im Kalten, falls sich die Wettererwartung nicht erfüllt.

Nachtspeicheröfen ventilieren die Warmluft oft unmittelbar am Boden: Staubpartikel und Milbenkot werden aufgewirbelt.

Außerdem werden elektrische Ölradiatoren und Heizlüfter notgedrungen in Räumen verwendet, in denen keine Heizkörper für das zentrale Warmluftheizsystem oder Fernwäme installiert wurden und eine Erweiterung des bestehenden Warmewasserheizsystems als zu aufwendig erscheint. Typische Beispiele dafür sind Wintergärten, Dachbodenausbauten, Werkstätten in Kellern und Garagen.

Infrarot-Flachheizelement von ElboTherm als Standheizung - hier mit Holfüssen

Es ist bezüglich des Energieverbrauchs kostengünstiger und bezüglich der Raumluft gesünder und sehr viel angenehmer stattdessen ein Infrarotheizsystem einzusetzen. Oft kommt man mit einem Infrarotflachheizkörper mit 300 bis 800 Wattleistung aus. Einen elektrische Ölradiator mit ausreichender Heizleistung werden Sie unter 1500 Watt wahrscheinlich nicht finden. Eine Infrarotheizplatte können Sie im übrigen nicht nur als Standgerät verwenden, sondern auch beliebig an Wand, Wandschrägen oder Decke hängen.


Altheizkörper umfunktionieren

Bei eigener Öl- oder Gastherme lassen sich die konvektionellen Heizkörper in den Räumen, die nur noch ausschließlich infrarot beheizt werden sollen, zur Anbringung der Infrarotheizplatten nutzen. Die Thermostate der betreffenden Heizkörper der Zentralheizanlage müssen dazu dauerhaft auf Null gestellt werden.

Altbausanierung: Elektro Wärmewellenheizung montiert auf einem deaktivierten Heizkörper der Gastherme

Bei Fernwärmeanschluß und einer Zentralheizanlage, die von mehreren Parteien genutzt wird, ist dies nicht möglich, weil sich an den Heizkörpern der sog. Heizkostenverteiler befindet, der zur gesetzlich geregelten Ermiitlung des individuellen Heizwärmeverbrauchs dient. Heizkostenverteiler dürfen nur durch den Vermieter bzw. die betreffende Abrechnungsgesellschaft entfernt werden.


Wirtschaftlichkeit der Heizlastverteilung

Wenn Heizkostenverteiler auf Flüssigkeitsbasis eingesetzt werden, ist darauf zu achten, dass die Heizkörper der Warmwasser-Zentralheizanlage im Winter nicht ganz ausgeschaltet werden. Andernfalls kann es durch die sogenannte Kaltverdunstung zu unnötig erhöhten Kosten kommen. Im Gegensatz dazu können die Heizkörper bei modernen elektronischen Zweifühler-Heizkostenverteilern ohne Kostennachteile ständig ausgeschaltet werden. Die elektronischen Zweifühler-Heizkostenverteiler berechnen nur den tatsächlichen Heizverbrauch. Mehr Info

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