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Infrarotheizungen, die mit Strom betrieben werden (Direktheizungen), sind heute meist Flachheizkörper. Aber nicht alle Elektroflachheizungen sind gesunde Wärmewellenheizungen. Was macht den Unterschied?
Strahlungsheizungen: Sprachgebrauch in Wissenschaft und Alltag
Physikalisch betrachtet ist eine Infrarot Elektroflachheizung eine "Wärmewellenstrahlungsheizung" ein Heizkörper, der Wärmewellen ausstrahlt. Es handelt sich um elektromagnetische Wellenstrahlungen, die im Infrarotspektrum liegen. Einführende Informationen dazu finden Sie im Wikipedia Beitrag "Elektromagnetisches Spektrum".
Infrarot Heizkörper für den Nahbereich (z.B. Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Büroräume etc.) sind Niedertemperaturstrahler. Da diese Infrarot Direktheizungen nicht wie die Heizstäbe der Hochtemperaturstrahler leuchten, werden sie auch Dunkelstrahler oder Dunkelstrahlungsheizungen genannt.
Präzise Termini sind in der Wissenschaft und Juristerei unerläßlich, für die Alltags- und Werbesprache sind sie aber oft zu umständlich. Deshalb haben sich "Wärmewellenheizung" bzw. "Infrarotheizung" als Bezeichnungen durchgesetzt. Da es sich i.d.R. um Flachheizkörper handelt, werden Wärmewellen-Heizplatten auch unter der Bezeichnung "Infrarot Flachheizung" angeboten.
Auch Festbrennstoff-Öfen erzeugen Infrarot-Wärmewellenstrahlung
Infrarot-Wärmewellenstrahlung wird auch von der Sonne, offenem Feuer, bestimmten Festbrennstoff-Öfen oder vom menschlichen Körper abgegeben. Wenn von "Infrarotheizung" gesprochen wird, ist deshalb immer auch die Energiequelle zu berücksichtigen. Im Falle der bei Wärmemeister.de München angebotenen Infrarot Flachheizkörper ist die Energiequelle Strom. Bei diesen Infrarotheizungen handelt es sich also ausschließlich um Elektroflachheizungen bzw. Infrarot Direktheizungen.
Trend zum Flachheizkörper: Immer mehr Heizelemente sind flacher geworden
Die Heizkörper sind insgesamt flacher geworden: Die Heizkörper der Zentralheizung (Öl, Gas, Fernwärme z.B.) ebenso wie die der Elektroheizung / Direktheizung. Eine moderne elektrische Speicherheizung etwa sieht gegenüber den ersten Nachtspeicherheizungen geradezu zierlich aus. Am flachsten sind die superschlanken elektrischen Infrarotheizungen. Da immer mehr Heizungen Flachheizkörper haben, taugen Begriffe wie "Flachheizung" oder "Flachkörperheizung" mittlerweile kaum mehr zur Unterscheidung der verschiedenen Heizkörperarten. Die meisten sind wirkliche Flachheizkörper geworden.
Was kennzeichnet dann eine pure Infrarot-Elektroflachheizung?
Worin unterscheidet sich dann ein elektrischer Infrarot Flachheizkörper von anderen Elektroflachheizungen? Die richtige Anwortet lautet nicht: durch Infrarotwärme. Denn auch andere Elektroflachheizungen erzeugen Infrarotstrahlung.
Der Unterschied besteht vielmehr im Anteil der ausgestrahlten Infrarotwärme: Bei konvektionellen Flachheizkörpern liegt er zwischen 10 und 30 Prozent. Das gilt für die Heizkörper einer Zentralheizung, die mit Gas, Öl, Kohle oder Holz betrieben wird, ebenso wie für konvektionelle elektrische Direktheizungen. Dieser Infrarotwärme-Anteil genügt nicht, um einen Raum vollständig durch Wärmewellenstrahlung zu heizen. Bei der Infrarot Elektroflachheizung ist es genau umgekehrt. Der Anteil an Infrarotstrahlung sollte bei dieser Art Flachheizkörper 70% nicht unterschreiten, um einen Raum umfassend durch Wärmewellenstrahlung auf die gewünschte Raumtemperatur bringen zu können. Die verbleibende Restkonvektion eines reinen Infrarot Flachheizkörpers ist wegen seiner Bauweise nicht in der Lage, einen Raum zu beheizen, da die Restkonvektion in unmittelbarer Nähe des Infrarot Flachheizkörpers verpufft. Hier fehlen geeignete Vorrichtung, um die Luft für eine Raumbeheizung ausreichend zu erwärmen.

Während Elektroflachheizungen, die ausschließlich auf die Wärmewellenabstrahlung ausgelegt sind, nicht imstande sind, einen ausreichend starken Luftstrom für eine vollständige Raumbeheizung zu erzeugen, ist die Erzeugung von Wärme auf dem Weg einer ausreichend starken Luftbewegung eine hochentwickelte und anwendungsserprobte Spezialität der konvektionellen Flachheizkörper. Deswegen kann eine konvektionelle Elektroflachheizung aber auch niemals so extrem dünn wie ein Infarot Flachheizkörper sein. Denn für eine Wärme transportierende Luftbewegung sind Heizkörper-Rippen oder Gebläse unerläßlich. Konvektionelle Flachheizkörper benötigen darum immer eine Mindesttiefe.

Nur eine Elektroflachheizung, die rundum geschlossen ist, keine Rillen, Rippen oder Gebläse aufweist und eine Oberfächen-Temperatur von mehr als 60 Grad Celsius erbringt, kann eine pure Infrarotheizung sein. Eine optimale Heizleistung erreicht die elektrische Niedertemperatur-Strahlungsheizung bei einer Oberflächentemperatur zwischen 80 und 95 Grad Celsius - ein Temperaturbereich, bei dem bei Berührung des Flachheizkörpers noch keine Verbrennungsgefahr für Menschen und Tiere besteht. Hochtemperatur-Strahlungsheizungen erreichen demgegenüber eine Oberflächentemperatur von 300 Grad Celsius und mehr.
Ihr Team von Wärmemeister.de München / Bayern |