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In Räumen mit unzureichend gedämmten Fenstern (schlechte U- bzw. g-Werte) werden bei tiefen winterlichen Außentemperaturen im Bereich der Fensterzone Fallluftströmungen erzeugt. Ab einer Temperaturdifferenz von 4-5 °C zwischen Fensteroberfläche und Raumluft entsteht thermische Unbehaglichkeit.
Falls eine Modernisierung der Fenster nicht möglich oder unerwünscht ist (z.B. Denkmalschutz), kann dem Kaltlufteinfall sinnvoll nur durch eine gezielte konvektive Aufwärtsströmung warmer Luft aus Heizkörpern entgegengewirkt werden. Fensterglas kann die Heizkörperstrahlung nicht ausreichend absorbieren, sondern reflektiert sie weitgehend in den Raum. Bei kalten Fensterzonen müssen die Heizkörper deswegen unter oder vor dem Fenster installiert werden.
Bei Temperaturdifferenzen zwischen Fensterfläche und Raumtemperatur von 4 °C bis ca. 6 °C reichen ein- oder zweilagige Flachheizkörper ohne Konvektor aus, die am Fenster einen leichten Warmluftschleier als Luftvorhang erzeugen.

Die Fensterbreite sollte durch den Heizkörper weitgehend abgedeckt werden.

Bei älteren Gebäuden ist in Räumen mit sehr kalten Fensterzonen eine bivalente Heizkörperauslegung unvermeidbar. Ein einlagiger Flachheizkörper mit einem Konvektor ist hierfür in der Regel ausreichend.

Besonders effektiv bei sehr kalten Fensterzonen sind Flachspeicherheizungen, da diese auch nach Ausschaltung der Energiezufuhr die konvektive Aufwärtsströmung warmer Luft aufrechterhalten. Mehr Info
 Flachspeicherheizungen können über ein externes Raumthermostat gesteuert werden, welches die Lufttemperatur in der Fensterzone kontrolliert.
Sobald es draußen dunkel wird, sollten Stoffvorhänge statt Luftvorhänge eingesetzt werden. Mehr Infos dazu finden Sie im Beitrag Wärmeschutz ist Kostenschutz.
Ihr Team von Wärmemeister.de München
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